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Trauer nach Suizid

Die Dynamik und Dramatik, die ein Suizid, sowohl im Vorfeld eines Suizides, aber auch nach einem Suizid begleitet, unterscheidet sich in ihrer Trauerverarbeitung von anderen Todesfällen. Der Tod durch Suizid geschieht für die Hinterbliebenen oft unerwartet, auch wenn der Verstorbene in der Zeit davor an einer psychischen Erkrankung gelitten hat. Plötzlich – und mit unbegreiflicher Vehemenz verändert sich alles, was bislang der normale Alltag war. Die Umstände des Auffindens, Anzeichen schwerer körperlicher Verletzungen, aber auch die einzuleitenden Untersuchungsmaßnahmen können diese furchteinflößende Gesamt-Situation fast unerträglich machen. Alle vorhandenen Ressourcen reichen nicht mehr aus, um die Eindrücke zu verarbeiten, auf die Du Dich nicht vorbereiten konnten. Suizid-Trauer ist deshalb von enormer Wucht, die Gefühle ambivalent und chaotisch und der Verlust besonders dramatisch, oft traumatisch.

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Tabu Suizid?

Warum eine Trauerbegleitung hilfreich ist

In unserer Gesellschaft gilt Suizid nach wie vor als großes Tabu. Während sich ein Großteil der Trauernden bei anderen Todesumständen von ihrer Umwelt unterstützt fühlt, erleben es Hinterbliebene nach einem Suizid häufig, dass ihnen mit Schweigen und Distanz begegnet wird. Deshalb ist eine Trauerbegleitung umso empfehlenswerter.

Ich kann Dir versichern: all Deine Gefühle sind in Ordnung. Das ist Teil der Trauer und des Verarbeitungsprozesses. Gib Dir Zeit. Ob es eine starke Sehnsucht nach der verstorbenen Person ist, ein Trennungsschmerz, der sich wie körperlicher Schmerz anfühlt, tiefe Verzweiflung, Wut, Schuldgefühle oder Selbstvorwürfe. All das ist Normal. Und Du wirst lernen, den Schmerz des Verlustes zu erfahren und seine Wirklichkeit zu akzeptieren.

"Der Trauerprozess nach einem Suizid ist der Kampf um eine Möglichkeit sich zu verabschieden, nachdem die Tür geschlossen worden ist." - Viktoria Alexander

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